Valentinstag in der Alten Waage

LionPride feiert dramatischen 51:50-Heimsieg

Am Valentinstag lag spürbar viel Liebe in der Alten Waage – und das hatte einen ganz besonderen Grund: Das LionPride belohnte sich und seine Fans mit einem denkbar knappen, am Ende auch etwas glücklichen, aber leidenschaftlich erkämpften 51:50-Sieg gegen TuS Lichterfelde.

Der Start in die Partie verlief jedoch alles andere als nach Plan. Nach fünf Minuten lagen die Löwinnen mit 3:12 zurück und fanden offensiv kaum Rhythmus. Eine Auszeit von Headcoach Julia Rösner brachte die Wende im Spielverlauf. Mit mehr Intensität in der Defensive und wachsender Entschlossenheit im Angriff, kämpfte sich das Team Stück für Stück heran. Nach dem ersten Viertel stand es 11:17, zur Halbzeit war das LionPride beim 29:32 wieder in Schlagdistanz.

Zwar bekamen die Zuschauer in der Alten Waage kein Offensivspektakel geboten, doch dafür entwickelte sich eine intensive Begegnung mit großem kämpferischem Einsatz auf beiden Seiten.

Seitens TuS Lichterfelde war Morgana Sohn als vermeintliche Schwachstelle ausgemacht worden. Doch wie so oft gilt: Eine Morgana Sohn, die gezielt attackiert wird, wächst über sich hinaus und das sah man in der zweiten Hälfte.

Die zweite Halbzeit blieb weiterhin punktarm, geprägt von starker Verteidigung und einigen vergebenen Freiwürfen auf beiden Seiten. Sechs Sekunden vor dem Ende hatte Berlin die Chance durch zwei Freiwürfe zur Entscheidung, doch Lilly Schultze vergab diese zwei. Morgana, die über die gesamten 40 Minuten auf dem Feld stand, sicherte sich im entscheidenden Moment den Rebound. Der perfekte Abschluss einer kämpferischen Leistung des gesamten Teams, die auf Lina und Lara Lieckfeld, Lilly Faustmann, Rania Ayadi und Anouk Weber verzichten mussten.

So durfte das LionPride am Ende einen dramatischen, hart erarbeiteten und insgesamt verdienten 51:50-Erfolg feiern. Gegen eine sehr stark aufspielende, junge Berliner Mannschaft zeigte sich einmal mehr, wie viel Talent in dieser Generation steckt. Basketball-Deutschland darf sich auf die Zukunft und diese Spielerinnen freuen!

Foto: Eintracht