C-Juniorinnen der Eintracht: Ein starkes erstes Kapitel nach 100 Tagen
Rund hundert Tage sind vergangen, seit das jüngste Löwinnenrudel im August in seine Premierensaison gestartet ist. Der Weg dorthin begann jedoch deutlich früher: Zwischen März und Juni 2025 fanden die Probetrainings statt – mit vielen offenen Fragen. Wie viele Spielerinnen würden tatsächlich zur Eintracht wechseln? Welche Positionen ließen sich sicher besetzen? Und welches sportliche Niveau würde der neue Kader mitbringen? In enger Abstimmung mit den Verantwortlichen fiel die Entscheidung schließlich auf eine 9er-Mannschaft im Bezirkswettbewerb. Ein mutiger Schritt, denn vieles war zu diesem Zeitpunkt ein Blick in die Glaskugel.
Struktur schaffen, Team formen
Im August begrüßte das Trainerteam schließlich 23 Spielerinnen, die voller Energie in die Premierensaison starteten. Dabei gab es eine Vielzahl an Aufgaben zu bewältigen: Bälle und weitere Ausstattungen bestellen, Spieltermine verlegen, Abläufe im Verein kennenlernen und zahlreiche organisatorische Punkte klären. Neben den klassischen Pflichtaufgaben stand früh auch die Suche nach einem oder mehreren Sponsoren im Mittelpunkt, um das neuformierte Team gut auszustatten. Mit der Interpres GmbH fand die Eintracht schließlich einen starken Partner, der nicht nur die Trikotwerbung übernimmt, sondern die Mannschaft zusätzlich mit Präsentationsanzügen und Aufwärmshirts unterstützt.
Cheftrainer Jasper Stoob betont rückblickend den gelungenen Start im Verein:
„Dabei wurde mir als Neuling bei der Eintracht der Einstieg recht leicht gemacht – im Mädchen- bzw. Frauensegment habe ich hier eine sehr gute Unterstützung erhalten, mich zurechtzufinden. Zudem hat der Vorstand immer auch supportet, wo es nötig war. Menschlich war der Einstieg daher recht gut für mich, der Organisation-Aufwand war aber schon immens.“
Sportlicher Auftakt mit Rückenwind
Am 23. August setzte die Mannschaft mit einem Heimsieg gegen MF Göttingen ein erstes Ausrufezeichen. Der Erfolg sorgte für Erleichterung, denn er bestätigte: Dieses Team kann in der Liga mithalten. In den darauffolgenden Spielen folgten zwei weitere Siege und ein starkes Unentschieden gegen Barmke, bei dem sogar ein Dreier möglich gewesen wäre.
Gegen den Ligaprimus Lehndorf zeigte sich anschließend, wie groß der Unterschied zu einem über Jahre eingespielten Team noch ist. Beide Aufeinandertreffen endeten mit 0:5, dennoch boten die Spiele wertvolle Erkenntnisse: Die Mannschaft machte sichtbar Fortschritte, entwickelte sich technisch und spielerisch weiter und wuchs als Einheit zusammen.
Rückschlag und Reaktion
Nach einem Testspiel gegen die Jungs aus Wenden führte der Weg zum weitesten Auswärtsspiel der Hinrunde nach Nesselröden. Gegen den TSV Nesselröden musste sich das Team knapp mit 1:2 geschlagen geben – ein Ergebnis, das in seiner Entstehung spielerisch und kämpferisch nachvollziehbar war, aber dennoch schmerzte.
Im Training setzte das Team anschließend verstärkt auf grundlegende Inhalte, um mit frischer Stabilität in das letzte Punktspiel vor der Winterpause zu gehen. Mit Erfolg: Gegen Barmke zeigte die Mannschaft von der ersten Minute an Entschlossenheit, dominierte das Spiel deutlich und gewann hochverdient mit 3:0. Ein überzeugender Abschluss der ersten Punktspielphase.
Ein Team mit Zukunft
Die Entwicklung der C-Juniorinnen ist bemerkenswert. Einsatz, Lernbereitschaft und zunehmende spielerische Reife prägen die ersten Monate dieser jungen Mannschaft. Dass einzelne Spielerinnen bereits zu Trainingseinheiten der B-Juniorinnen eingeladen wurden, unterstreicht die sportliche Qualität im Kader ebenso wie die enge Verzahnung innerhalb des Mädchenbereichs.
Zum Abschluss ziehen die Trainer Jamie Albert und Jasper Stoob ein ausgesprochen positives Zwischenfazit: „Wir sind sehr stolz auf die Mannschaft und die Entwicklung. Einige der Mädels wurden punktuell schon mal zu einem Training bei den B-Juniorinnen eingeladen – auch ein Qualitätsmerkmal sowie ein Indiz für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen C- und B-Juniorinnen.“